Lieferschwelle

Die Lieferschwelle ist ein Begriff, der die Umsatzsteuer betrifft und vor allem beim (Online-)Handel von Bedeutung ist. Und zwar immer dann, wenn Waren von Deutschland aus in andere EU-Staaten verkauft und versendet werden.

 

Grundsätzlich muss ein (Online-)Händler Umsatzsteuer für Warenlieferungen im Urpsrungsland der Lieferung abführen – also im Inland. Bei grenzüberschreitenden Lieferungen ins EU-Ausland kommt jedoch eine Besonderheit hinzu – die Lieferschwelle. Nach der Versandhandelsregelung des § 3c UStG müssen Warenlieferungen an Privatpersonen im EU-Ausland B2C, grundsätzlich im Land des Empfängers besteuert werden, wenn dort die jeweils festgelegten Schwellen überschritten werden.

 

Die Lieferschwelle bezeichnet somit die Umsatzgrenze – bezogen auf ein Kalenderjahr – ab dessen Überschreitung der Unternehmer im jeweiligen EU-Mitgliedstaat umsatzsteuerpflichtig wird (Wechsel vom Ursprungslandprinzip zum Bestimmungslandprinzip).

 

Die Lieferschwelle wird immer an den Nettobeträgen bemessen und auf das laufende Kalenderjahr bezogen. Versendet beispielsweise ein deutscher Onlinehändler Waren an Privatpersonen in Frankreich, wird er dort umsatzsteuerpflichtig, sobald er einen Umsatz von 35.000 Euro in Frankreich (bezogen auf das Kalenderjahr) überschritten hat.

 

Übersicht der Lieferschwellen und Umsatzsteuersätze

 

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Lieferschwellen der EU-Mitgliedstaaten in Euro und der jeweiligen Landeswährungen inklusive dem geltenden Standard-Umsatzsteuersatz (Stand: 12/2016).

 

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